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FAQ

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FAQ Liste (in Bearbeitung)
1. Was ist in den verschiedenen Normen für Verbandkästen enthalten?
2. Welchen Verbandkasten brauche ich?
3. Normen für Handschuhe




Verbandkästen Inhalt nach DIN
Beschreibung Menge

13164 13157 13169
Verbandtuch, DIN 13 152-A, 60 x 80 cm * x 1 2
Einmalhandschuhe, Vinyl 4 4 8
Dreiecktücher, DIN 13168, weiß, 96x96x136 cm 2 2 4
Verbandpäckchen, DIN 13151-M * 3 3 6
Verbandpäckchen, DIN 13151-G * 1 1 2
Verbandpäckchen, DIN 13151-K * x 1 2
Fixierbinden, DIN 61634, 6 cm x 4 m 2 2 4
Fixierbinden, DIN 61634, 8 cm x 4 m 3 2 4
Augenkompressen, oval, 50 x 70 mm * x 2 4
Schere, DIN 58279-B190 kniegebogen x 1 1
Schere, DIN 58279-A 145 1 x x
Rettungsdecke 210 x 160 cm, gold/silber 1 1 2
Heftpflaster, DIN 13 019, 2,5 cm x 5 m 1 1 2
Folienbeutel, wiederverschließbar x 2 4
Fingerverbände 12 x 2 cm (Inhalt Kombipflasterset) x 4 8
Fingerkuppenverbände 4 x 7 cm (Inhalt Kombipflasterset) x 4 8
Pflaster-Strips 19 x 72 mm (Inhalt Kombipflasterset) x 4 8
Wundschnellverbände, DIN 13019, 10 cm x 6 cm 8 8 16
Vliestücher x 5 10
Kompressen, 10 x 10 cm * 6 6 12
Pflaster-Strips 25 x 72 mm (Inhalt Kombipflasterset) x 8 16
Kälte-Sofortkompresse, selbstaktivierbar x 1 2
Anleitung zur Ersten Hilfe x 1 1
Inhaltsverzeichnis DIN 13169 x 1 1
Verbandtücher Brandwunden DIN 13152-BR 40 x 60 cm 2 x x
* Steril solange verschlossen

Welcher Verbandkasten für welchen Betrieb?

Großer Verbandkasten nach DIN 13169-E
Verwaltungs- und Handelsbetriebe
ab 51 - 300 Beschäftigte 1 Verbandkasten
ab 301 Beschäftigte 2 Verbandkästen
je weitere 300 Beschäftigte 1 Verbandkasten zusätzlich
Herstellungs-, Verarbeitungs- und vergleichbare Betriebe
ab 21 bis 100 Beschäftigte 1 Verbandkasten
ab 101 Beschäftigte 2 Verbandkästen
je weitere 100 Beschäftigte 1 Verbandkasten zusätzlich
Baustellen und baustellenähnliche Betriebe
ab 11 bis 50 Beschäftigte 1 Verbandkasten
je weitere 50 Beschäftigte 1 Verbandkasten zusätzlich
Kleiner Verbandkasten nach DIN 13157-C
Für alle übrigen Gewerbe, kleinere Baustellen und Tätigkeit im Außendienst

Ergänzend zu den Arbeitsstättenrichtlinien §39 präzisiert die BGI 509 in Absatz 5.3.1: Der Erste Verbandkasten ist nach DIN 13 157-C, die zusätzlichen nach DIN 13 169-E!

Dies ist ein Auszug und stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Gerne beraten wir Sie hierzu!


Normen für Handschuhe
Die Richtlinie 89/686/EWG für persönliche Schutzausrüstungen (PSA) ist seit dem 01. Juli 1992 im Geräte – Sicherheitsgesetz in nationales Recht umgesetzt worden. Konsequenz: Seit dem 1. Juli 1995 dürfen Schutzhandschuhe in der Europäischen Union nur in den Verkehr gebracht werden, wenn Sie dem Geräte – Sicherheitsgesetz entsprechen und mit dem CE – Kennzeichen gekennzeichnet sind. Um den verschiedenen Anforderungen an die PSA im gewerblichen Bereich gerecht zu werden, wurden 3 Kategorien geschaffen.

KAT I
(geringes Risiko)
Einfache PSA. die Handschuhe müssen den Grundanforderungen der EN 420 entsprechen und müssen lediglich mit dem CE – Kennzeichen versehen werden. Eine Baumusterprüfung ist nicht erforderlich. Eine vom Hersteller in Eigenverantwortung ausgestellte EG – Konformitätserklärung ist ausreichend.
KAT II
(mittleres Risiko)
Hier ist zusätzlich eine Baumusterprüfung erforderlich. Zu den Handschuhen ist eine Gebrauchsanweisung bzw. ein Informationsblatt mitzuliefern. Bei der Kennzeichnung muss neben dem CE – Kennzeichen die Anbringung der Jahreszahl erfolgen. Unter diese Norm fallen beispielsweise die Handschuhe nach EN 388, Schutz gegen mechanische Risiken. In dieser Kategorie muss der Hersteller eine EG – Konformitätserklärung erstellen, nachdem eine gemeldete für das Produkt eine EG – Baumusterprüfung durchgeführt hat.
KAT III
(hohes Risiko)
Hier ist neben der Baumusterprüfung, dem Informationsblatt und der Gebrauchsanweisung, sowie der Kennzeichnung wie bei Kategorie 2, zusätzlich eine Qualitätsüberwachung erforderlich. Hierunter fallen alle PSA, bei deren Versagen schwere Gesundheitsschäden des Trägers zu erwarten sind (mortale Gefahren).

Der Anwender hat eine arbeitsplatzbezogene Gefährdungsanalyse zu erstellen und danach die geeignete PSA auszuwählen, die der EG-Norm entspricht (Richtlinie 89/686 EWG).

Unsere technischen Daten dienen ausschließlich zur Orientierung. Sie beinhalten in keiner Weise Garantien, da wir den genauen Anwendungszweck nicht kennen. Wir empfehlen, unsere Produkte und Materialien für den vorgesehenen Einsatzzweck zu prüfen und unsere Fachberater anzusprechen.

EN 420 – Allg. Anforderungen                    für Handschuhe
Die EN 420 legt für alle Schutzhandschuhe anzuwendenden relevanten Prüfverfahren und die allgemeinen Anforderungen zu Gestaltungsgrundsätzen, Handschuhkonfektionierung, Widerstand des Handschuhmaterials gegen Wasserdurchdringung, Unschädlichkeit, Komfort- und Leistungsvermögen sowie die vom Hersteller vorzunehmende Kennzeichnung und vom Hersteller zu liefernden Informationen fest.
EN 388 - Mechanische Risiken
Die EN 388 legt Anforderungen, Prüfverfahren, Kennzeichnung und Herstellerinformationen für Schutzhandschuhe gegen die Mechanischen Risiken Abrieb, Schnitt, Weiterreißen und Durchstich fest.
Die in dieser Norm angegebenen Prüfverfahren können auch auf Armprotektoren angewendet werden, die nicht fest mit dem Handschuh oder der Kleidung verbunden sind.
Schutzhandschuhe für mechanische Beanspruchungen sind z.B. Strickhandschuhe aus einer Vielzahl von Garnen, Lederhandschuhe, textile Handschuhe, Kunststoffhandschuhe und Handschuhe aus Baumwolljersey oder beschichtetet Handschuhe.
Die Einsatzgebiete sind sehr vielseitig. Sie reichen von Arbeiten im Freien, wie z. B. Bauarbeiten, bis hin zur Metallverarbeitung sowie Montage- und Transportarbeiten.

Beispiel: 1 3 2 X

1  Abriebfestigkeit Leistungsstufen 0 - 4
3  Schnittfestigkeit Leistungsstufen 0 - 5
2  Weiterreißfestigkeit Leistungsstufen 0 - 4
X  Durchstichfestigkeit Leistungsstufen 0 - 4

Je höher die Leistungsstufe, desto besser das Prüfergebnis. 0 = nicht bestanden, X = nicht geprüft
EN 407 - Thermische                                   Risiken
An diese Schutzhandschuhe werden neben einer hohen Wärmeisolierung auch besondere Anforderungen an die mechanische Festigkeit gestellt. Gegen kurzzeitigen Kontakt mit heißen Flächen, gegen Strahlungswärme sowie Metallspritzer ist z. B. Leder sehr gut geeignet. Durch den speziellen Gewebeaufbau von Schlingenware wird bei Baumwolle eine gute Wärmeisolierung erzielt. Beschichtung, z. B. mit Nitrilkautschuk sowie Vliesstoffeinlagen erhöhen die Verwendbarkeit von Baumwollschlingenhandschuhen bis zu etwa 200 °C.

Beispiel: 3 2 2 1 X X

3  Brennverhalten Leistungsstufen 0 - 4
2  Kontaktwärme Leistungsstufen 0 - 5
2  Konvektive Hitze Leistungsstufen 0 - 4
1  Strahlungswärme Leistungsstufen 0 - 4
X  Kleine Spritzer geschmolzenes Metall Leistungsstufen 0 - 4
X  Große Spritzer geschmolzenes Metall Leistungsstufen 0 - 4

Je höher die Leistungsstufe, desto besser das Prüfergebnis. 0 = nicht bestanden, X = nicht geprüft
EN 374 – Chemische Risiken
Die Handschuhe werden neben der mechanischen Anforderungen auf Penetration und Permeation getestet. Als Werkstoffe werden Naturlatex, Neopren, Nitril, Flourelastomer oder auch PVC (Vinyl) verwendet. Begrenzten Schutz bieten auch Einweghandschuhe im Hygienebereich.

Penetration:
 
Die Penetration wird durch einen Luft- und/oder Wasserlecktest nach DIN EN 374 Teil 3 ermittelt.

Permeation:
 
Die Permeationszeit ist die Zeit, die eine gefährliche Flüssigkeit benötigt, um mit der Haut in Kontakt zu  kommen.

Weitergehende Informationen sind den Hersteller – Beständigkeitstabellen zu entnehmen.